Sonderpreis Start-up: Lukas Geirhos und Lidia Grigoriev | kibaudi

KI-Assistenten zur Beschleunigung von Baugenehmigungen in Bauamts-Sachbearbeitungen

Aus eigener Erfahrung hat das Start-up Team miterlebt, wie der Baugenehmigungsprozess alle Beteiligten frustriert: von den Antragsstellenden über die Verwaltung bis hin zum Gemeinde- oder Stadtrat.

Beim Blick auf die Probleme zeigen sich drei große Probleme:

  1. Prozess: 65 Prozent der Bauanträge sind unvollständig und 46 Prozent fehlerhaft.
  2. Mensch: Aufgrund des demographischen Wandels werden zusätzlich zum Fachkräftemangel in den nächsten 5-10 Jahren 26,4 Prozent der Verwaltungsmitarbeitenden ausscheiden und mit ihnen wertvolles implizites Wissen verloren gehen.
  3. Daten: Geschätzt 80 Prozent der relevanten Information sind unstrukturiert oder nur verteilt über Systeme vorhanden.

Mit der Startup-Gründung von kibaudi wird das Ziel verfolgt, eine vermeintlich einfache Frage zu beantworten: "Was gilt hier heute für dein Projekt?". Dafür führen sie Baurecht, Geodaten und Fallwissen in einer Lösung zusammen, um Rechtssicherheit, Transparenz und Gleichbehandlung zu verbessern.

Konkret setzt das Gründungsteam in der Entwurfsphase von Projekten an. Kibaudi entwickelt gemeinsam mit Co-Creation-Partnern aus Baugenehmigungsbehörden KI-Assistenten für die Bauberatung, als Schnittstelle zwischen Antragstellenden und Genehmigungsbehörde. Diese Lösung besteht aus drei Modulen:

  1. LEXI - Der hierarchisch-zeitlich-örtlicher Zwilling des Baurechts inkludiert Gesetze und Urteile von EU- über Bundes- und Landesebene bis hin zu kommunalen Satzungen.
  2. LOCI - Der urbaner Geodaten-Zwilling stellt den relevanten Kontext für räumliche Fragen bereit.
  3. CASI - Der Fallzwilling macht historisch gefällte Ermessensentscheidungen transparent und sorgt damit für Gleichbehandlung.

Im Ergebnis wird als Folge die deutlich verbesserte Bauberatung beziehungsweise Grundlagenermittlung und eine signifikante Verbesserung der Antragsqualität erwartet. Als weiteres erhofft sich das Team, dass die Iterationen zwischen Antragsstellenden und Genehmigungsbehörden sinken, wodurch die Geschwindigkeit vom Antrag bis zur Entscheidung steigt und dadurch insbesondere Opportunitätskosten auf Seite der Antragsstellenden sinken.

Bildquellen und Copyright-Hinweise
  • © BpB_Bundesfoto / Sonstige/Kommerziell – header_1460_360_Gewinner-Close-up-Preis.jpg
  • © Thomas Hillenbrand / Privat/Non-kommerziell – Startup.jpg

Bleiben Sie auf dem Laufenden!

Mit unseren RKW Alerts bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Wir informieren Sie automatisch und kostenlos, sobald es etwas Neues zum Projekt "Auf IT gebaut" auf unserer Website gibt. Alles, was Sie dafür brauchen, ist eine E-Mail-Adresse und 10 Sekunden Zeit.

Wofür interessieren Sie sich besonders?

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Reduktion von Spam.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

Auch interessant

Blog-Beitrag
Image

Der Blick über den Tellerrand: Japan als ältestes Land der Welt kämpft mit großem Fachkräftemangel

Japan, das älteste Land der Welt, ist mit großem Fachkräftemangel konfrontiert. Was Japan dagegen tut – oder auch nicht, zeigt unser Blick über den Te…

Der Blick über den Tellerrand: Japan als ältestes Land der Welt kämpft mit großem Fachkräftemangel
Praxisbeispiel
Image

Azubis digitalisieren ihren Betrieb: Echtzeitlokalisierung von Paletten

Die Azubis eines Antriebsspezialisten für Industriegetriebe haben das Lagersystem digitalisiert, mit dem Ziel die Suchzeiten zu verkürzen.

Azubis digitalisieren ihren Betrieb: Echtzeitlokalisierung von Paletten
Blog-Beitrag
Image

Das freiwillige Handwerksjahr: Eine Chance, um Auszubildende zu finden?

Könnte das freiwillige Handwerksjahr eine große Lücke schließen und (teilweise) die Zukunft des Handwerks sichern?

Das freiwillige Handwerksjahr: Eine Chance, um Auszubildende zu finden?