3. Preis: Tabea Engelmann

Entwicklung eines Konzepts zur Berücksichtigung von Unschärfen in Baugrundmodellen.

Hintergrund

Der Baugrund stellt eine einzigartige Bemessungssituation im Bauwesen dar, da seine Zusammensetzung inhomogen und anisotrop ist. Wird dies bei der Erzeugung digitaler Baugrundmodelle nicht ausreichend berücksichtigt, suggeriert dies eine Modellsicherheit, welche in Realität nicht gegeben ist. Gefahren können entstehen, wenn diese Baugrundmodelle ohne ein vorhergehendes Abschätzen der Modellqualität für bautechnische Berechnungen genutzt werden. Das hier vorgestellte Konzept ermöglicht die Identifizierung, Quantifizierung und Visualisierung von unsicheren Bereichen des Baugrundmodells, wodurch eine Möglichkeit der Bewertung der Modellqualität gegeben wird. Konzept & Implementierung Das entwickelte Konzept basiert auf einer Betrachtung der für die Erzeugung des Baugrundmodells genutzten Bohrprofildaten.

Die Grundannahme ist dabei, dass je weiter ein betrachteter Punkt von diesen bekannten Messpunkten entfernt ist, desto geringer ist die Sicherheit, dass die Schicht des betrachteten Punktes noch die der Messpunkte entspricht. Für die Berechnung dieser Sicherheit wurden geostatistische Verfahren genutzt. Die anschließende Implementierung dieses Ansatzes kann in folgende Schritte eingeteilt werden: 1. Modellzerlegung 2. Kalkulation der Unsicherheiten 3. Visualisierung Das Ergebnis der Implementierung liefert ein Voxelmodell des betrachteten Baugrundmodells.

Die berechnete Sicherheit jedes Voxels wird dabei anhand einer Farbskala dargestellt. Dies ermöglicht das sofortige Erkennen von unsicheren Bereichen des Baugrundmodells. Dadurch kann die Notwendigkeit ergänzender Baugrunduntersuchungen beurteilt werden, um eine ausreichende Sicherheit des Baugrundmodells zu gewährleisten.

Information

Kontakt via Email: Tabea.Engelmann(at)rub(.)de

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